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Weihnachten hat so eine Unaufhaltsamkeit im Näherkommen.

Bei diesem Fest merkt man’s besonders wie das Tempo der Welt

nicht mehr auf es Rücksicht nehmen mag, so ein Fest hat langsam zu kommen

wie damals, als man Kind war. Da zählte man und wartete

und es war trotzdem noch weit, das gehört dazu, dieser langsame Advent,

nun rast man im Lebens-Schnellzug darauf zu, hält an keiner Station

und es ist nicht mal sicher, dass man in  *Weihnachten* halten wird,

drei Minuten vielleicht – und weiter auf die große Stadt Neujahr zu,

wo’s endlich ein kleines Aussteigen gibt und Händewaschen.

 

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

 

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